Romane und Erzählungen

Aira, César: Humboldts Schatten.                                                                    Fr.    26.20
Novelle. Aus dem argentinischen Spanisch von Matthias Strobel. Mit einem Nachwort von Ottmar Ette.  Nagel & Kimche (2003), Ca.112 S., Gb.

Was wie eine Reiseerzählung aus dem 19. Jahrhundert beginnt, entwickelt sich zum literarischen Hohelied auf den Reisemaler Rugendas und auf alle Verrückten, die sich mit Haut und Haaren der Kunst verschreiben. Für den deutschen Maler wird die Überquerung der Anden zur künstlerischen Erweckung und zur persönlichen Katastrophe. Airas virtuos erzählte Novelle ist zugleich literarisches Porträt und Hommage an eine manchmal zerstörerische künstlerische Inspiration.   

Askew, Rilla: Meines Bruders Hüter.                                                               Fr.    47.80
Limes (1999), Gb.

In Anlehnung an die Rivalität zwischen Kain und Abel erzählt Rilla Askew die Geschichte zweier Brüder und ihrer Familien, die sich Ende des vorigen Jahrhunderts im westamerikanischen Indianerterritorium niederlassen. Spannend und mit urtümlicher Kraft beschreibt sie das unsäglich harte Leben der Menschen im alten Westen und ihre erbarmungslos ausgetragenen Konflikte.

Babendererde, Antje: Der Walfänger.                                                              Fr.    34.30
Merlin (2002), 436 S., Gb.

1997 wurde nach 83 Jahre währender Unterbrechung erstmals wieder mit der Erlaubnis der Internationalen Walfangkommission und unter groáem Protest von Naturschützern und Walfanggegnern von den Makah-Indianer ein Wal auf traditionelle Weise gejagt.Antje Babendererde schildert das indianische Leben im Reservat, die Zerrissenheit der Menschen auf der Suche nach einer Identität zwischen Tradition und Moderne, und erzählt vor diesem Hintergrund die spannungsreiche Beziehungsgeschichte zwischen dem Makah-Indianer Micah und der amerikanischen Walforscherin Irina. Boullosa, Carmen: Der fremde Tod.   Fr.    16.00
Aus dem Spanischen von Susanne Lange.  Suhrkamp (1998), 140 S., es 2080, Pp.

Calamity, Jane: Briefe an ihre Tochter.                                                           Fr.    18.00
Hrsg. v. Elisabeth Kiderlen.  Stroemfeld/Roter Stern (1980), 96 S., Br.

Castaneda, Carlos: Die Kunst des Träumens.                                                   Fr.    16.00
Fischer-TB. (1998), 264 S., Fischer-Tb. 14166, Kt.

Castaneda, Carlos: Das Wirken der Unendlichkeit.                                           Fr.    37.00
Fischer, S., (1998), 320 S., Gb.

Fort, Carmina: Gespräche mit Carlos Castaneda.                                             Fr.    14.00
Fischer-TB. (1996), 106 S., Fibu 13095, Kt.

Craven, Margaret: Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen.                         Fr.    13.00
Roman. Deutsch von Kai Molvig.  Rowohlt-TB.
(2001), 153 S., rororo 22786, Kt.

Erdrich, Louise: Liebeszauber.                                                                        Fr.    16.00
Roman.   Rowohlt-TB.
(1999),  rororo-Tb. 12346, Kt.

 (Erweiterte Neufassung) Die in einer Fülle von Episoden ausgebreiteten Schicksale der Figuren illustrieren Lebensproblematik und Lebensbedingungen heutiger Indianer innerhalb und ausserhalb des Reservats...und doch läuft dieser Roman nicht auf die Beschreibung einer Misere hinaus. Zu vital sind die Widerstandskräfte, die hier mobilisiert und sichtbar werden. Abenteuerlust, Freiheitsdrang, Sinn für Komik, Phantasie und Freude am Spiel mit den Resten der indianischen Tradition werden deutlich. Louise Erdrichs Erzählsprache ist einprägsam und bildkräftig. Ihre Nüchternheit, ihr Realitätssinn und ihre Skepsis, verbieten jede Ursprünglichkeitsschwärmerei. Diese Mischung macht den Roman schon nach wenigen Seiten unwiderstehlich.  

Fajardo, José Manuel: Brief vom Ende der  Welt.                                            Fr.    14.10
Roman. Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen.  Fischer-TB. (2003), ca. 192 S., Fischer-Tb. 15842, Kt.

1492 auf Hispaniola, dem heutigen Haiti: Während Christoph Kolumbus wieder nach Spanien segelt, um von seinen Entdeckungen zu berichten, bleiben vierzig Männer auf der Insel zurück - überwältigt von der Schönheit und Fremdartigkeit der Neuen Welt. Sie sollen dort ein Fort errichten. Als Kolumbus zehn Monate später wieder auf Hispaniola ankommt, findet er das Fort verlassen und zerstört vor. Was ist geschehen? Das erzählt der "Brief vom Ende der Welt", den Kolumbus' Leute finden: Einer der Männer, Domingo Pérez, berichtet darin von der Begegnung mit den Indios und der Jagd nach dem Gold, die den Spaniern schlieálich zum Verhängnis wird. Domingo selbst ist hin- und hergerissen zwischen zwei Welten - denn zwischen ihm und der schönen Häuptlingstochter Nagala entbrennt eine groáe, hoffnungslose Liebe. Wie das Goldfieber die Spanier, so erfasst die Leser ein Rausch der Imagination: Die Laute der Urwaldtiere klingen in den Ohren, ein Pfeil scheint knapp an der Wange vorbei zu sirren und der Kopf dreht sich inmitten exotischer Zeremonien. Fajardos "Brief vom Ende der Welt" ist ein fesselnd-atmosphärischer historischer Roman, den man einfach in einem Zug durchlesen muss.

Fuentes, Carlos: Der vergrabene Spiegel.                                                         Fr.    23.00
Die Geschichte der hispanischen Welt. Roman.   Fischer-TB. (1998),  Fischer-Tb. 13860, Kt.

Grant, Joan: Die rote Feder                                                                             Fr.    20.00
Bauer (1997), 316 S., HLn.

Gudelius, Claudia: Feuerfrosch.                                                                      Fr.    16.00
Aufbau-TB. (2002),  Aufbau-Tb., Kt.

Ein Indianerreservat in South Dakota. In der Umgebung des historischen Wounded Knee tauchen missgebildete Frösche auf. Die Indianer sind beunruhigt, denn ein indianischer Heiler verkündet, dass zuerst die Frösche sterben werden und dann die Menschen. Tatsächlich kommt ein weisser Farmer auf mysteriöse Weise zu Tode und ausgerechnet Nikita, der Heiler, wird verdächtigt. In einer Vision erkennt er, dass dem ganzen Reservat Unheil droht, wenn er die wahren Hintergründe des geheimnisvollen Todesfalls nicht aufklären kann.

Gudelius, Claudia: Feuerfrosch.                                                                      Fr.    38.40
Rütten & Loening (2000), 214 S., Gb.

Harper, Kenn: Die Seele meines Vaters.                                                          Fr.    17.70
Minik - Der Eskimo von New York.  
Heyne (2001),  Diana-Tb. 19143, Kt.

Die tragische Geschichte des kleinen Minik, der 1897 mit seinem Vater als erster Eskimo in New York Furore macht und nach dessen Tod als Waisenjunge alleine in der Metropole zurückbleibt. Es ist zugleich auch die verzweifelte Suche nach einer Identität.

Harrison, Jim: Dalva.                                                                                      Fr.    19.00
Bastei (1999),  Bastei-Tb.
92032, Kt.

Harrison, Kathryn: The Seal Wife.                                                                   Fr.    19.50
Fourth Estate (2003), 125 S., Kt.

Alaska 1915: Bigelow ist Wissenschaftler und ein Mann, der seine Gefühle unter Verschluss hält. Doch dann lernt er in Anchorage eine Aleutenfrau kennen und verliebt sich in sie. Ihr Schweigen und ihre Distanz bringen ihn fast um den Verstand.

Hill, Lloyd E.: Der Kater, der aus dem Dschungel kam.                                    Fr.    29.80
Roman.   Econ (1994), 254 S., Ln.

Mit Sympathie und viel Feingefühl gelingt es Hill, dem Leser die Schönheit, die Geheimnisse und die täglichen Probleme in einem brasilianischen Urwalddorf nahezubringen.

Hillerman, Tony: Der Skelett-Mann.                                                               Fr.    16.70
Thriller. Deutsch von Fried Eickhoff. 
Rowohlt-TB. (2005), ca. 256 S., rororo-Tb. 24118, Kt.

Hillerman, Tony: Das Goldene Kalb.                                                               Fr.    16.50
Rowohlt-TB. (2003),  Rororo-Tb., Kt.

Hillerman, Tony: Dunkle Kanäle.                                                                    Fr.    16.50
Rowohlt-TB. (2004),  Rororo-Tb., Kt.

Hillerman, Tony: Dachsjagd.                                                                           Fr.    14.60
Roman.
Deutsch von Fried Eickhoff.  Rowohlt-TB. (2002),  rororo-Tb. 23332, Kt.

Hillerman, Tony: Dachsjagd.                                                                           Fr.    35.20
Roman.  
Rowohlt (2001), 256 S., Gb.

Hillerman, Tony: Der Kojote wartet.                                                               Fr.    14.00
Rowohlt-TB. (1999),  rororo-Tb. 43377, Kt.

Hillerman, Tony: Das Labyrinth der Geister.                                                    Fr.    16.50
Roman.   Rowohlt-TB. (2004), Ca. 256 S., Rororo-Tb.
23898, Kt.

Hillerman, Tony: Schüsse aus der Steinzeit.                                                     Fr.     8.00
Kriminalroman. Aus d. Amerikan. v. Helmut Eilers.  Goldmann (1993), 154 S., Goldmann-Tb. 41445, Kt.

Hillerman, Tony: Die sprechende Maske.                                                        Fr.    16.00
Rowohlt-TB. (2001),  rororo-Tb. 22869, Kt.

Hillerman, Tony: Das Tabu der Totengeister.                                                   Fr.    14.00
Rowohlt-TB. (1999),  rororo-Tb. 43371, Kt.

Hillerman, Tony: Tod am heiligen Berg.                                                          Fr.    16.30
Roman. Deutsch von Klaus Fröba.  Rowohlt-TB. (2001),  rororo-Tb. 23111, Kt.

Hillerman, Tony: Tod der Maulwürfe.                                                             Fr.    14.00
Roman. Deutsch von Klaus Fröba.  Rowohlt-TB. (2001),  rororo-Tb. 23049, Kt.

Hillerman, Tony: Wer die Vergangenheit stiehlt.                                              Fr.     9.90
Deutsch von Klaus Fröba.  Rowohlt-TB. (1997), Kt.

Hillerman, Tony: Der Wind des Bösen.                                                            Fr.    14.00
Rowohlt-TB. (2000),  rororo-Tb. 22864, Kt.

Hillerman, Tony: Wolf ohne Fährte.                                                                Fr.    14.00
Roman. Deutsch von Gisela Stege.  Rowohlt-TB. (2001),  rororo-Tb. 23041, Kt.

Huebner, Andrew: Rache für Little Bighorn.                                                    Fr.    33.00
Roman aus der amerikanischen Pionierzeit. Aus d. Amerikan. v. Karl-Heinz Ebner.  Neuer Malik (2000), Ca. 288 S., Gb.

Für die drei Kundschafter, erste Zeugen des verhängnisvollen Ausgangs der Schlacht am Little Bighorn, wird die Suche nach Freiheit und Abenteuer im "Wilden Westen" an einem heissen Nachmittag 1876 zum Albtraum. 

Iparraguirre, Sylvia: Land der Feuer.                                                               Fr.    35.00
Roman.   Fest (1999), ca. 260 S., Gb.

1830 segelt ein Schiff von England nach Feuerland. Es nimmt eine Reihe Eingeborener auf, darunter einen jungen "Wilden", der Jemmy Button genannt wird. Ihm sollen die Segnungen der Zivilisation nahegebracht werden, und als er zwei Jahre darauf wieder in Feuerland abgesetzt wird, hat er Teetassen und Silberbesteck, Bücher und Atlanten im Gepäck. Mit ihnen betritt er, der nun Fremde, den Urwald.

Johansen, Hanna: Zurück nach Oraibi.                                                            Fr.    34.60
Neuausgabe.  Nagel & Kimche (1995), 240 S., Gb.

Polingaisi war vierzehn Jahre alt, als sie das Hopi-Dorf auf der Mesa verliess, um in die Schule der Weissen zu gehen. Jetzt, vier Jahre später kehrt sie zurück: verändert, vielen Traditionen ihres Volkes entfremdet, aber auch nicht aufgehoben in der Welt der Weissen. Ihr Leben lang wird sie versuchen, eine Brücke zwischen den beiden Welten zu schlagen. Dieser Roman beruht auf authentischen Quellen und ist dadurch ein beeindruckendes Dokument. 

Jones, Stan: Gefrorene Sonne.                                                                        Fr.    17.70
Unionsvlg (2003), 320 S., UT 269, Kt.

Jones, Stan: Weisser Himmel schwarzes Eis.                                                   Fr.    16.90
Ein Fall für Nathan Active. Aus dem Englischen von Dirk Löwenberg.  Unionsvlg (2000), 250 S., UT metro 167, Kt.

USA, Alaska.   -   Tony Hillerman begründete mit seinen Romanen aus dem Navajo-Reservat und Sergeant Jim Chee in den achtziger Jahren einen neuen Genre von Kriminalromanen. Wir dürfen gespannt sein, ob aus dem Helden Nathan Active in Stan Jones Roman auch ein solch langlebiger und erfolgreicher Detektiv wird. Einige Fakten sprächen dafür, z.B. bei den Eskimos gibt es auch Verbrecher. Ob sie nun für eine norwegische Kupfermine im Trüben fischen oder im Suff durchdrehen und einen Freund erschiessen, beides lässt sich in einem Krimi gut miteinander verbinden. Der eingeborene Detektiv, der von weissen Eltern adoptiert wurde, und nun auf der Suche nach seinen Wurzeln ist, entspricht ganz dem Bild eines Ethnokrimis. So ganz nebenbei erzählt uns der Autor interessantes aus dem Leben der Eskimos im eiskalten Alaska, von ihrer Entwurzelung, ihrer "Über"-lebensweise zwischen Tradition und Moderne.
Andere Ereignisse kommen eigentlich zu früh, wenn man eine Krimiserie plant. Am Ende dieses Buches schon scheint die Liebesgeschichte mit Lucy Generous in eine feste Hausgemeinschaft zu münden. Damit vergibt sich der Autor in den nächsten Folgen einiges an Würze. Wie der junge Nathan Active diesen, seinen ersten Fall, mit grosser Hartnäckigkeit und altersweiser Schlauheit löst, wird in einem nächsten Roman ebenfalls schwer zu steigern sein. Denn er überführt nicht nur den Täter, sondern sorgt mit einem typischen amerikanischen Deal auf sympathische Weise für Gerechtigkeit.

King, Thomas: Dreadful Water kreuzt auf.                                                       Fr.    18.10
Unionsvlg (2005), 316 S., UT-Tb. 330, Kt.

King, Thomas: Wenn Coyote tanzt.                                                                 Fr.    41.70
Roman. Aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi.  A1 Verlag (2003), 410 S., Gb.

Mit seinem originellen, witzigen Roman gelingt es Thomas King, das Leben moderner nordamerikanischer Indianer zu beschreiben, indem er den Leser mit hineinzieht in eine Welt, die von den Höhen und Tiefen des Alltas im späten 20. Jahrhundert ebenso bestimmt wird wie von überlieferten Bräuchen, von den Vorstellungen, die Nicht-Indianer von Indianern haben ebenso wie von den Vorstellungen der Indianer selbst darüber, was es heisst, in diesem Zeitalter Indianer zu sein.

Madrid, Juan: Mein Amazonas.                                                                      Fr.    40.20
Eine phantastische Reise.   Europavlg.
(2002), Ca. 340 S., Gb.

Martius, Carl Friedrich Philipp von: Frey Apollonio.                                        Fr.    51.00
Ein Roman aus Brasilien, erlebt und erzählt von Hartoman. Nach der handschriftlichen Urschrift von 1831. Hrsg. v. Erwin Theodor Rosenthal.  Reimer (1992), 160 S., Ln.

McCarthy, Cormac: Die Abendröte im Westen.                                               Fr.    16.00
Rowohlt-TB. (1998),  rororo 22287, Kt

McCarthy, Cormac: All die schönen Pferde.                                                     Fr.    14.00
Roman.   Rowohlt-TB. (1995), 318 S., rororo 13652, Kt.

McCarthy, Cormac: Verlorene.                                                                       Fr.    18.90
Roman.   Rowohlt-TB.
(1994), 655 S., rororo 13439, Kt.

Michael, Ib: Der Papst von Indien.                                                                  Fr.    42.20
Roman.   Hanser (2005), Ca. 352 S., Gb.

Ib Michael hat einen faszinierenden Inka-Roman geschrieben. Im Mittelpunkt steht ein alter Inkaprinz, der die Erinnerung an seine untergegangene Kultur durch seine Schrift gerettet hat. 

Moore, Brian: Schwarzrock.                                                                           Fr.    14.80
Roman. Aus d. Engl. v. Otto Bayer.  Diogenes (1989), 265 S., Detebe 21755, Kt.

Mit genau rechechierten Details lässt der Autor das frühe 17. Jhdt. neu erstehen, als die Jesuiten in den französischen Teil Nordamerikas kamen, um die Wilden zur höheren Ehre Gottes zu bekehren und zu taufen. Weder veredelt er die eine, noch verteufelt er die andere Seite, ihn beschäftigt vielmehr das absolute Nichtverstehen zwischen den Europäern und den Indianern.

Niederstadt, Jenny (Hrsg.): Der Poet der Canyons.                                           Fr.    35.00
Leben und Legende des Abenteurers Everett Ruess. Mit Originaltexten aus dem Amerikanischen v. Gaby Wurster. Mit 36 s/w.-Abbildungen. Neuer Malik (2001), Ca. 288 S., Gb.

Der Poet der Canyons.                                                                                    Fr.    15.90
Leben und Legende des Abenteurers Everett Ruess. Hrsg. von Jenny Niederstadt. Aus dem Amerikanischen von Gaby Wurster. Mit 30 Abbildungen. Piper (2002), 256 S., SP 3729, Kt.

An einem Novembermorgen des Jahres 1934 belud der zwanzigjährige Everett Ruess seine Esel mit Proviant und Büchern, schulterte die Staffelei und stieg in die Schlucht des Escalante River im Grenzgebiet von Utah hinab. Seitdem gilt der Abenteurer als verschollen. Seine Tagebücher und Briefe erzählen von einem leidenschaftlichen Sucher nach einem Leben im Einklang mit der Natur. Everett Ruess ist bis heute Mythos und Kultfigur.

Querry, Ron: Das kurze Leben der Bernadette Lefthand.                                  Fr.    14.00
Roman. Aus d. Amerikan. v. Bernd Samland.  Fischer-TB. (1997), 286 S., Fischer-Tb. 13756, Kt.

Mit ihrer Fröhlichkeit und ihrer Tanzkunst schlägt die Navajo-Indianerin Bernadette alle, die sie kennen, in ihren Bann. Sie heiratet den gutaussehenden Anderson George und ein Sohn wird geboren. Alles deutet auf ein glückliches Leben hin - doch da geschieht das Entsetzliche: Bernadette wird ermordet.
Ron Querry, Angehöriger des Stammes der Choctaw, gelingt es in seinem Roman, den LeserInnen die Kluft zwischen westlichem und indianischem Lebensverständnis nahezubringen.

Querry, Ron: Der Tanz des Kojoten.                                                                Fr.    17.00
Roman. Aus dem Amerikanischen von Wigand Lange.  Fischer-TB. (2001),  Fibu 14891-X, Kl.

Eine tödliche Krankheit sucht die Reservation der Navajos heim. Ist es ein unbekannter Virus oder die Rache der Geister für eine Grabschändung? Für den jungen Arzt Push Foster beginnt ein Wettlauf umd die Wahrheit zwischen moderner Medizin undindianischem Wissen. 

Robson, Lucia St. Clair: Die Schwester des Apachen.                                       Fr.    40.10
Roman. Aus dem Amerikanischen von Gaby Wurster. 
Piper (2004), ca. 576 S., Gb.

1840 an der Grenze zu Mexiko: Seit die Apachen von den Siedlern ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden, erweist Lozen, eine mutige junge Squaw ihren roten Brüdern eine spezielle Art von Hilfe. Sie hat die Gabe in Visionen Ereignisse voraus zu sehen und kann dadurch ihren Stammensmitgliedern grosse Dienste erweisen. Schliesslich trifft Lozen ihre schwerste Entscheidung: sie wendet sich endgültig von ihrer grossen Liebe "Grauer Geist" und von der traditionellen Rolle einer Squaw ab. Fortan zieht sie an der Seite ihres Bruders in den Kampf, um die Krieger vor Hinterhalten zu warnen und um die Verletzten zu heilen. 

Robson, Lucia St. Clair: In der Ferne ein Feuer.                                               Fr.    17.40
Piper (2002),  SP 3765, Kt.

Robson, Lucia St. Clair: Die mit dem Wind reitet.                                           Fr.    18.10
Roman. Aus d. Amerikan. v. Hans-Joachim Maass.  Piper (1999), 860 S., SP 2839, Kt.

Eine authenische Geschichte, poetisch und kraftvoll: von der kleinen Cynthia Ann Parker, die in den ersten Tagen des Frühlings 1836 nach einem Überfall auf das Haus ihrer Eltern von Comanchen verschleppt wird. Das Mädchen mit den blauen Augen wächst bei diesem stolzen und unabhängigen Volk auf, wird mit den Sitten und Riten vertraut gemacht und lernt, eine richtige Indianerin zu sein. Ein wundervoll geschriebenes Epos von der Schönheit und dem Reichtum eines der grossen Indianerstämme.

Robson, Lucia St. Clair: Tiana.                                                                        Fr.    17.40
Roman. Aus dem Amerikanischen von Hans-Joachim Maass.  Piper (2001), 727 S., Piper Tb. 3439, Kt.

Tiana wächst in der Geborgenheit einer indianischen Grossfamilie auf. Als sie dem jungen Sam Houston, dem späteren Begründer von Texas, begegnet, entwickelt sich zwischen den beiden eine leidenschaftliche Liebe. Doch ihre Beziehung hält dem Konflikt zwischen weisser und indianischer Kultur nicht stand. Eine dramatische Liebesgeschichte von der Autorin des Bestsellers "Die mit dem Wind reitet".

Robson, Lucia St. Clair: Westwärts ohne Furcht.                                             Fr.    11.20
Piper (2002), 512 S., Piper Tb. 6038, Kt.

Sanchez, Thomas: Rabbit Boss.                                                                       Fr.    16.00
Roman. Deutsch von Benjamin Schwarz.  Rowohlt-TB. (1997), 590 S., Kt.

Hoch oben in der Sierra Nevada lebte ein Indianervolk, das erst Mitte des 19. Jahrhunderts mit den nach Westen vorrückenden Weissen in Berührung gekommen war. Fünf Generationen der Washos machen 120 Jahre amerikanischer Pioniergeschichte aus einem anderen Blickwinkel erfahrbar: dem des Indianers. Der erste Washo ging noch die alten Wege, sein Volk begriff die Natur als Freund und jagte nur einmal im Jahr den Pelleu, den Hasen. Der letzte in Sanchez grossangelegtem Generationenreigen, am Ende der 50er Jahre dieses Jahrhunderts, ist "Rabbit Boss", ein  Gelegenheitsarbeiter, der für die Farmer die Rinderweiden von Hasen säubert.        
Der Roman beginnt mit einem schockierenden Erlebnis für zwei junge Washo-Indianer, die sich auf der Jagd befinden und zum ersten Mal den geheimnisvollen Weissen begegnen: Sie beobachten Weisse, die über einen toten Weissen herfallen und ihn aufessen. Dieses Erlebnis prägt das Bild der Washos von den Weissen nachhaltig. Die Weissen, die sich selber essen, haben eine besondere Macht, Macht über die Wälder, die Tiere, das Gold und auch über die Washo selbst, die sich als Teil der belebten Natur verstehen. Mit ihrer Weltsicht können sie die Macht der Weissen nicht verstehen. Diese Hilflosigkeit äussert sich auch in einem staunenden Ausgeliefertsein, wenn sie Weissen begegnen. Weil sich die Indianer sich als Teil der Natur empfinden, fühlen sie  sich verpflichtet, strenge Riten einzuhalten, um diese Natur günstig zu stimmen, damit genug Nahrung vorhanden ist, keine Krankheiten auftreten, die Kinder gesund aufwachsen und die Kriegszüge glücklich verlaufen. Die ganze Natur, auch Steine, Berge, Erde ist belebt und geheimnisvoll. Durch falsches Verhalten der Menschen oder eines Einzelnen kann Unglück über ein ganzes Volk hereinbrechen. Auch die Weissen sind Teil der Natur, aber sie verkörpern einen beänstigenden, unheimlichen Teil und ihre Gier erscheint den Washo nicht zu bändigen. Ihre gewohnten Rituale, um die Kraft eines stärkeren zu besiegen, versagen angesichts der unerschöpflichen Zahl der weissen Siedler und Soldaten, die in ihr Land strömen und es in Besitz nehmen. Schicksalsergeben suchen die Washo die Ursache ihres Unglücks in einem eigenen Fehlverhalten vor langer Zeit, als der Sohn des Hasenhäuplings ein Ritual bei der Geburt seines Sohnes verletzt hatte.
Sanchez erzählt seine Geschichte mit einer beeindruckenden Sprache. Glaubhaft und überzeugend beschreibt er die magische Weltsicht der Washo. Alltägliche Erniedrigungen der Indianer schildert er so eindringlich, dass sie einen empören, aber ohne ins Klischee des bösen Weissen abzufallen. Sein Buch ist durchdrungen vom bis heute unveränderten, tiefen Unverständnis der Weissen für die indianische Welt.

Satterthwait, Walter: Mit den Toten in Frieden.         Fr.    16.00
Kriminalroman.   DTV (1999),  dtv - galleria 20250, Kt.

Sepulveda, Luis: Der Alte, der Liebesromane las.                                             Fr.    13.50
DTV (2002), 111 S., DTV 12997, Kt.

Shuler, Linda L.: Der Clan der Grossen Sonne.                                                Fr.    16.00
Roman.   Fischer-TB. (2000), 382 S., Fischer-Tb. 14600, Kt.

Eine versunkene Welt voller Magie, Mythen und rätselhafter Riten: Das alte Amerika der indianischen Zeit, bevor es von Kolumbus entdeckt wurde. Als Antilope, eine junge Frau mit seherischen Fähigkeiten, in die "Stadt der Grossen Sonne" kommt, gerät sie bald in einen Strudel hasserfüllter, lebensbedrohender Intrigen und lernt gleichzeitig die Kraft der Liebe kennen...

Shuler, Linda L.: Tochter der Sonne.                                                               Fr.    16.00
Roman.   Fischer-TB. (2000), 382 S., Fischer-Tb. 14601, Kt.

Ihre magischen Kräfte und ihre Schönheit tragen Kwani nicht nur Bewunderung, sondern auch Missgunst ein. Als die von den Ahninnen erwählte Seherin und geistige Führerin der Anasazi-Stämme dem Pueblo-Häuptling Tolonqua begegnet, ändert sich ihr Leben dramatisch. Denn ihr erzürntes Volk fällt ein grausames Urteil: Verbannung. Eine gefährliche, entbehrungsreiche Flucht durch die nordamerikanischen Prärien beginnt, bis Kwanis Leben sich am Ende im Haus der Sonne erfüllt...

Slater, Susan: Die Geister von Tewa Pueblo.                                                    Fr.    33.90
Aus dem Englischen von Mascha Rohner.  Unionsvlg (2002), Ca. 288 S., Gb.

Tewa Pueblo in New Mexico liegt auf kargem Land. Die Eröffnung eines Spielkasinos verspricht Reichtum - doch um welchen Preis? Die Älteren, die die Traditionen noch kennen, sind skeptisch. Ben Pecos, Praktikant beim Indianischen Gesundheitsdient, hat ganz andere Sorgen. Im Pueblo leiden immer mehr Menschen an einer mysteriösen Krankheit, die zum Tod führt. Zusammen mit der Reporterin Julie Conlin geht Ben den Dingen auf den Grund. Susan Slater verwebt indianische Traditionen und Legenden mit den modernen Problemen der Pueblos in New Mexico. 

Up de Graff, Fritz W.: Auf Kopfjägerpfaden.                                                     Fr.    19.80
Sieben Jahre im amazonischen Dschungel.   Unionsvlg (1996), 318 S., UT 83, Kt.

Nur einen Umweg auf der Heimreise von Ecuador in die USA hatte Fritz W. Up de Graff vor, als er 1894 dem Napo-Fluss an den Oberlauf des Amazonas folgte. Es wurde ein siebenjähriges Dschungelabenteuer daraus. Er schildert als sachlicher und humorvoller Beobachter die ursprünglichen Lebensformen der Indianerstämme, das harte Leben der Gummizapfer und die amazonische Tier- und Pflanzenwelt. Mit einem Weggefährten, ohne den er die Strapazen nicht überstanden hätte, gelangt er immer tiefer in den undurchdringlichen Dschungel und überlebt während Jahren ohne jeden Kontakt zur Zivilisation. Up de Graffs Aufzeichnungen gehören zu den Meisterwerken der Reiseliteratur. Zahllose Schriftsteller sind von ihm beeinflusst worden, unzählige Reisende machten sich nach der Lektüre auf den Weg.

Wallis, Velma: Das Vogelmädchen und der Mann, der der Sonne folgte.          Fr.    14.70
Roman.   Heyne (2005), 221 S., Heyne-Tb., Kt.

Jutthunvaa' und Daagoo aus dem Volk der Athabasken wollen sich nicht in die Rollen einfügen, die der Überlebenskampf ihrer Sippe in der unwirtlichen Kälte Alaskas ihnen aufzwingt: Ehefrau und Jäger. Sie träumen von einem Leben ohne die Zwänge der Gemeinschaft.

Wallis, Velma: Zwei alte Frauen.                                                                   Fr.    15.90
Heyne (1998), Pb.

Seit Jahren hatten sie sich helfen lassen. Alt und müde, angewiesen auf die jungen Männer des Stammes, lebten die beiden Hauptfiguren dieser Geschichte mit ihrem Volk im eisigen Alaska. Es sind Nomaden. Die Rollen sind klar verteilt: Die Männer jagen, die Frauen erledigen alles andere. Eine Ausnahme bilden die beiden Alten der Gruppe. Ihnen werden ihre Aufgaben weitgehend abgenommen. Sie müssen ihr Zelt nicht mehr selber aufbauen und keine Lasten mehr tragen. Nachts kümmern sich jüngere Mitglieder des Volkes um ihr Lagerfeuer. In diesem einen Winter jedoch, von dem uns erzählt wird, ist die Kälte grimmiger und der Hunger grösser denn je. Einige sterben, alle finden sich an den Grenzen ihrer Belastbarkeit und am Ende ihrer Hoffnung. Immer öfters kehren die Jäger ohne Beute zurück. Der Häuptling beschliesst, die beiden alten Frauen zurückzulassen, wie es Sitte ist und vom Stammesgesetz in solcher Lage vorgesehen ist. Da sitzen sie nun, verlassen und verraten, konfrontiert mit ihrer eigenen Bequemlichkeit, dem sicheren Tod überlassen. Sie beginnen sich zu erinnern an die Lehren ihrer Jugend, an die Methoden der Jagd. Sie werden sich ihrer immer noch rüstigen, gesunden Körpern bewusst. Sie werden aktiv und sie sagen sich in ihrer Trauer: "Wir wollen handelnd sterben".    
Mit einfachen Worten hat Velma Wallis diese von ihrer Mutter mündlich überlieferte Geschichte ihres Volkes - der Athabasken - nacherzählt. Sie spart nicht mit dichten, starken Naturbeschreibungen die mir wirklich sehr gut gefallen haben. Ich frage mich allerdings, weshalb sich die Nomaden des Nordens nicht sowieso in kleine Grüppchen aufteilen, wo doch die einzig jagbare Nahrung während der harten Winter aus Kleintieren besteht, die doch niemals einen ganzen Stamm ernähren können. Und damit sei auch etwas über die Zukunft, im wahrsten Sinne des Wortes, der beiden alten Frauen verraten. Sie wollten handelnd sterben, also haben sie gehandelt.  

Welch, James: Mahpiya heisst Himmel.                                                          Fr.    40.20
Roman Aus d. Amerik. v. Sibylle Schmidt  Knaur (2001), 535 S., Ln.

Frankreich im Jahr 1889: Der junge Indianer Charging Elk tritt in einer Wildwest-Show auf, die in Europa gerade für Furore sorgt. In Marseille verletzt er sich und wird von seinen Stammesgenossen in einem Krankenhaus zurückgelassen. Von einem Tag auf den andern muss er sich in einer fremden Welt zurechtfinden, in einer Gesellschaft, die ihm nicht nur Wohlwollen, sondern auch Misstrauen entgegenbringt. Als er sich in eine junge Französin verliebt, wird er in einen Mordfall verstrickt.