Mittel- und Südamerika: Indianervölker

Anden - Himalaja - Alpen.                                                                              Fr.    38.00
Andes - Himalaya - Alpes.
Hrsg. von Thomas Busset, Luigi Lorenzetti, Jon Mathieu. Mit 42 Abbildungen. Chronos (2003), 312 S., Br.

Appel, Michael: Indianische Lokalkultur und gesellschaftlicher Wandel in Mexiko.   Fr.    69.50
Autobiographisch-narrative Interviews mit Kulturmittlern der Otomi.   Leske + Budrich (2001), 384 S., Kt.

Das Buch untersucht lebensgeschichtliche Erzählungen von indianischen Kulturmittlern in Mexiko und zeigt, wie die Folgen des sozialen und kulturellen Wandels der Lokalgesellschaften der Otomi subjektiv erlebt und erlitten werden. Es wird deutlich, dass die Akteure den Veränderungen nicht nur passiv ausgeliefert sind, sondern auf diese mittels individueller und kollektiver Handlungsstrategien aktiv einwirken. Eine wichtige Rolle spielen dabei gerade auch Frauen und religiöse bzw. kirchlich geprägte Orientierungsmuster.

Aveni, Anthony F.: Das Rätsel von Nasca.                                                       Fr.    42.00
Die gigantischen Bodenzeichnungen in der Wüste Perus. Aus dem Amerikanischen von Marion Kagerer. Mit zahlreichen Abbildungen. Ullstein (2001), 448 S., Gb.

Sie gelten als das achte Weltwunder und sind eines der letzten Geheimnisse der Archäologie: die riesigen Zeichnungen, die vor etwa 2000 Jahren in den Wüstenböden von Peru gescharrt wurden. Neben kilometerlangen Linien finden sich auch Tierzeichnungen, die so gross sind, dass sie nur vom Flugzeug aus erkannt werden können. Anthony Aveni gilt weltweit als bester Kenner der Nasca-Kultur. Auf unterhaltsame Weise präsentiert er die Ergebnisse seiner jahrzehntelangen Forschung für den Ursprung und die Bedeutung der Zeichen von Nasca, deren Schönheit und Rätselhaftigkeit eine ungeheure Faszination ausüben.

Dedenbach-Salazar, Sabine u.a.: Rimaykullayki.                                             Fr.    52.20
Unterrichtsmaterialien zum Quechua Ayacuchano - Peru. Aktualisierte Neuauflage.  Reimer (2002), Ca. 300 S., Br.

Dieses in Zusammenarbeit mit einem Muttersprachler entwickelte Lehrbuch des heute in den Andenländern Südamerikas gesprochenen Quechua, das schon die Sprache der Inka war, führt in den Dialekt der Region Ayacucho (Südperu) ein. Texte und Dialoge spiegeln typische Situationen und Gegebenheiten des Lebens im andinen Hochland wider und werden durch kurze Kommentare kulturellen Inhalts und Literaturangaben ergänzt. Die gesamte Grammatik des Quechua wird schrittweise und systematisch erklärt und anhand von Übungen vertieft. Die 4. Auflage enthält ein neues Vokabular Deutsch-Quechua.

Gilsenbach, Hannelore: Hochzeit an der Transamericana.                                Fr.    29.80
Horlemann (2000), 179 S., Kt.

Das Buch erzählt die aussergewöhnliche Geschichte der indianischen Schamanin und Ärztin Sandrinha Barbosa, die im Amazonaswinter 1997 an der brasilianischen Bundesstrasse 230 ihren deutschen Mann Hubert Gross heiratete. Der fast 80jährige Kazike der Tenharim leitete das Hochzeitsritual und löste damit ein Versprechen ein, das er Sandrinha Barbosa elf Jahre zuvor gegeben hatte.
Der Bau der berühmt-berüchtigten Bundesstrasse 230 (Transamazonica) mitten durch das Zentraldorf der Tenharim hat den Indios Entmündigung und staatliche Verwaltung, Missionare und den Zwang zum Christentum gebracht. Nun aber, nach über zwanzig Jahren, feierten sie erstmals wieder nach ihrer eigenen Tradition, die fast schon vergessen war.

Gold aus dem alten Peru.                                                                                Fr.    42.00
Die Königsgräber von Sipan. Hrsg. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Reich illustriert. Hatje Cantz (2003), Gb.

Halbmayer, Ernst: Kannibalistische Sonne, Schwiegervater Mond und die Yukpa.   Fr.    46.00
Prinzipien der Sozialorganisation und des Weltbildes bei den Yukpa-Indianern Nordwest-Venezuelas.   Brandes & Apsel (1998), 323 S., Kt.

Die kannibalistische Sonne steht für den heissen, gefährlichen und unsozialisierten Feind, der Mond für den kalten, hilfreichen Schwiegervater ... Auf der Basis intensiver Feldforschung untersucht Ernst Halbmayer in seinem Buch das Weltbild, die Prinzipien des Verwandschaftssystems, die Logik der Eheschliessung und die Grundlagen von Macht und Herrschaft bei den Yukpa, einem Indianerstamm im Nordwesten Venezuelas.  

Köster, Baldur: Pyramiden und Paläste in Mittelamerika.                                Fr.    71.00
Ein Vergleich mit Bauten der Ägypter und Griechen.  Reich illustriert. Zabern, Philipp von (2003), Ca. 184 S., Gb.

Lévi-Strauss, Claude: Traurige Tropen.                                                            Fr.    25.70
Übersetzt v. Eva Moldenhauer.  Suhrkamp (1978), 415 S., stw 240, Kt.

Métraux, Alfred: Kult und Magie der Indianer Südamerikas.                           Fr.    48.00
Magier und Missionare am Amazonas.   Merlin (2000), Ca. 320 S., Ln.

Die in diesem posthum veröffentlichten Buch versammelten Aufsätze und Vorträge des bekannten Ethnologen Alfred Métraux (1902 - 1963) bieten einen Einblick in die religiösen Traditionen und Mythen der indigenen Gesellschaften Südamerikas. Neben Auszügen aus der seinerzeit aufsehenerregenden Doktorarbeit Métraux' über die rituelle Anthropophagie bei den Tupinamba enthält der Band u.a. Material über den südamerikanischen Schamanismus und den Messiasglauben. Die Texte dokumentieren in ihrer ethnografischen Vielfalt die mythischen Themen Panamerikas und ihre Originalität und decken zugleich die Ästhetik der vielfältigen und subtilen Systeme auf, die jede menschliche Gesellschaft - unabhängig von ihrem materiellen Reichtum - konstruiert, um die geistigen Werte mit den realen Lebensumständen in Einklang zu bringen.

Nehberg, Rüdiger: Die Yanomani-Indianer.                                                     Fr.    17.40
Rettung für ein Volk - meine wichtigsten Expeditionen.   Piper (2003), 384 S., SP 3922, Kt.

Über zwanzig Jahre hat sich Rüdiger Nehberg, Deutschlands bekanntester Überlebenskünstler und Abenteurer, für die brasilianischen Yanomami eingesetzt. Mit spektakulären Aktionen wollte er das letzte frei lebende Indianervolk Amerikas vor dem Aussterben bewahren. Jetzt haben die Yanomami einen akzeptablen Frieden erhalten. Der Band erinnert an Begegnungen, an die Überquerung des Atlantiks im Tretboot und mit dem Floss.

Neue Optionen lateinamerikanischer Politik.                                                   Fr.    43.70
Analysen und Berichte. Hrsg. v. Karin Gabbert u.a.  Westfäl. Dampfboot (2005), 201 S., Kt.

Lateinamerikas Gesellschaften hoffen seit Jahrzehnten auf wirtschatliche und soziale Entwicklung, auf mehr Demokratie und Gerechtigkeit, auf weniger Gewalt, Korruption und Massenelend. Das Jahrbuch Lateinamerika analysiert Diskurse und Konzepte, Praxis und Chancen neuer Reformpolitik und fragt zugleich, ob links der Mitte Kompetenz und mehrheitsfähige Politikangebote vorliegen, die zu Hoffnung auf soziale Gerechtigkeit, politische Demokratie und wirtschaftliche Gesundung in Lateinamerika in absehbarer Zukunft berechtigen.

O'Hanlon, Redmond: Redmonds Dschungelbuch.                                            Fr.    17.60
DTV (2001), 390 S., dtv 20456, Kt.

Rösing, Ina: Religion, Ritual und Alltag in den Anden.                                    Fr.    61.00
Die zehn Geschlechter von Amarete/Bolivien.  Mit 82 Farbabbildungen. Reimer (2001), Ca. 830 S., Gb.

Sehrwald, Christian von: Auf den Spuren der Götter.                                      Fr.    55.00
Peyote und die Ethnien Nordwestmexikos unter besonderer Berücksichtigung des Zeremonialzyklus der Huichol-Indianer.  Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. Nachtschatten (2005), 316 S., Gb.

Die durch Castaneda bekanntgewordenen Peyote-Kulturen sind Thema dieses Buches. Christian von Sehrwald untersucht nicht nur die historischen und prähistorischen Ursprünge dieser Kulturen, sondern auch ihre aktuelle Situation und liefert so ein umfassendes ethnographisches Bild der Region in Raum und Zeit. Da die Weltsicht und Kosmologie dieser Völker ohne das Zentrum ihrer religiösen Rituale - den psychoaktiven Peyote-Kaktus - nicht zu verstehen ist, liegt in den Beschreibungen der Peyote-Zeremonien, der Heilungsrituale und ihrem ethnobotanischen, ethnopharmakologischen bzw. ethnomedizinischen Hintergrund ein Schwerpunkt dieses Buches.

Sjörslev, Inger: Glaube und Besessenheit.                                                       Fr.    48.00
Ein Bericht über die Candomblé-Religion in Brasilien.  Zahlreiche Abbildungen. Merlin-Verlag, Vastorf (1999), Ca. 620 S., Ln.

Der Bericht der dänischen Ethnologin Inger Sjörslev über die synkretistische Candomblé-Religion, die, wie die Voodoo-Religion auf Haiti, vor dem Hintergrund der westafrikanischen Religionen entstand, schildert eine hierzulande kaum bekannte Lebens- und Glaubensphilosophie, die sich den ständig wandelnden Bedürfnissen ihrer zahlreichen Anhänger anzupassen weiss. 

Thonhauser, Matthias: Im Angesicht der Erde.                                                Fr.    31.00
Zur Bedeutung indianischer Religiosität in Befreiungsprozessen am Beispiel einer Gemeinschaft im Surandino Perus.   Brandes & Apsel (2001), Ca. 192 S., Pp.

Die Studie setzt sich mit den Grundprinzipien andiner Religion auseinander und zeigt, wie sehr das alltägliche Handeln indigener Menschen von spirituellen Konzepten und Mustern mitbestimmt wird. Die Erde als zentrales Beziehungsfeld andiner Kulturen ist dabei ein Schwerpunkt. Religiöse Symbole und Symbolkomplexe kommen in der Beschreibung heutiger Lebenssituationen, bei der Integration und Tradierung eigener Geschichte zur Anwendung. Ebenso können religiöse Symboliken für die Formulierung von Hoffnungsbildern indigener Autonomie eine Rolle spielen. Der Autor legt dar, welche Bedeutung der religiösen Praxis insbesondere bei der Sicherung und Rückgewinnung kultureller Identität  als zentrales Moment von Befreiung zukommt.          

Wörrle, Bernhard: Heiler, Rituale und Patienten.                                            Fr.    50.80
Schamanismus in den Anden Ecuadors.  Mit 100 s/w.-Fotos und 2 Karten.
Reimer (2002), Ca. 380 S., Br.

Wie sieht das Weltbild "moderner" Heiler aus? Welche Bedeutung haben ihre Rituale? Und wer sind die Patienten? Die Antwort auf diese Fragen beginnt mit den Geschichten, die die Schamanen eines Dorfs bei Otavalo über  ihren Werdegang erzählen: Was für die einen eine Gabe ist, ist für die anderen etwas, das man im Amazonastiefland lernen muss. Doch das ist nur der Anfang einer Fülle individueller Unterschiede: Auch Weltbild, Krankheitsvorstellungen und Heilungsritual sind durchaus variabel. Diese Vielfalt bewahrt der Autor, indem er die Heiler ausführlich zitiert und Meinungen einander gegenüberstellt. Zugleich verdeutlicht seine Analyse, dass hinter allen Unterschieden trotzdem Gemeinsamkeiten stehen, die nicht nur die Schamanen dieses Dorf verbinden. Das Buch basiert auf einer einjährigen Feldforschung vor Ort.